PRAXIS: Sony HDR-XR520/550VEB

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Meine aktuelle HD Videokamera Sony HDR-XR520VE

Im Herbst 2009 war es endlich so weit, ich habe beschlossen, meine kleine in die Jahre gekommene Sony miniDV Kamera durch eine neue Full HD Kamera zu ersetzen. Nachdem ich viele Videoseiten und Beispielvideos studiert habe, fiel die Entscheidung auf die Sony HDR-XR520VE. Ausschlag gegeben haben letztendlich die LowLight Fähigkeiten der Kamera, an die in der Consumer Liga im Moment keine andere Kamera rankommt. Und wie sich nach dem Erhalt schnell rausgestellt hat, war meine Entscheidung für mich vollkommen richtig. Die ersten Versuche in der Wohnung bei schlummriger 40W Ökobirne waren voll überzeugend. Das erste Wochenende habe ich die Kamera gleich zu zwei Ausflügen mitgenommen, die allerersten Ergebnisse, schon zusammengeschnitten und vertont, kann man hier und auf YouTube sich anschauen. Am zweiten Wochenende standen dann ein Besuch des fürstlichen Gartenfestes auf Schloss Wolfsgarten am Samstag und am Sonntag ein Besuch der IAA in Frankfurt. Auch diese Ergebnisse kann man auf dieser Seite und auf YouTube anschauen.

Meine bisherigen Erfahrungen mit der neuen Kamera:

  • Sehr gute LowLight Fähigkeiten, das hat sich schon am Samstag im Museum Wilhelmsbau sehr positiv bemerkbar gemacht, da dort nicht alle Objekte hell angeleuchtet werden.
  • Neues und sehr gutes optisches Antiwackelsystem, man kann schon mal als Ausnahme auch höhere Brennweiten aus der Hand filmen und beim Weitwinkel muss man auch nicht unbedingt zum Stativ greifen, ausser man möchte natürlich komplette Ruhe im Bild haben. Die Aufnahmen am Main Tower sind komplett aus der Hand gedreht.
  • Kamera lässt sich trotz des geringen Gewichts und der kleinen Bauform sehr gut und fest halten.
  • Wenn jemand behauptet, er kommt ohne Sucher aus, so kann ich das nicht glauben, bei hellem Sonnenschein erkenne ich nicht allzu viel, da ist der Sucher Gold wert. Ich würde nie eine Kamera ohne Sucher kaufen, das ist sparen am falschen Platz. Ausserdem kann beim Sucher die Dioptrien einstellen. Der LCD-Schirm ist trotzdem qualitativ sehr gut und groß genug.
  • Die Touchbedienung hatte ich schon bei der vorigen Sony, hier ist es am Anfang ein bischen umständlich, bis man alle Einstellungen findet, wie z.B. rotes Lämpchen beim Filmen abschalten oder höchste Qualität mit 16MBit. Wenn man sich daran gewöhnt hat, vorallendingen, wie man die manuellen Einstellungen schnell verändern kann, ist es leicht in der Bedienung. Der kleine Ring vorne habe ich auf manuelle Fokuseinstellung laufen lassen, das brauche ich öfter wie Weißabgleich oder Belichtung.
  • Die fehlende Tonaussteuerung hat mich bisher überhaupt nicht gefehlt, wer tut denn schon bei einer Reportage, Reisefilm oder Doku jedesmal den Ton abmischen, das muss ich eh dann bei der Nachbearbeitung machen.
  • Die Festplatte ist riesig, die 500er Version mit der 120GB Platte würde auch schon voll genügen. Auf diese 240GB Platte passen 29 Stunden in höchster Qualität, das verbraucht man nicht mal bei einer Weltreise, ist aber für Langzeitaufnahmen natürlich super
  • Das GPS braucht man zwar nicht unbedingt, aber ich habe mit der alten Kamera viele Aufnahmen zuhause, wo ich nicht mehr genau weiss, wo ich das gefilmt habe, dafür ist das super. Allerdings funktioniert das GPS natürlich nicht in Räumen.
  • Man muss auf jeden Fall die E-Version kaufen, da das sonst nicht PAL und 50i sondern 60i ist. Ich habe die Kamera zu einem sehr guten Preis als Rückläufer bei Amazon bekommen. Die Garantie ist damit nicht angetastet und ich habe gegenüber den günstigsten Internetpreisen nochmal ca. 90 Euro gespart, gegenüber der Preisempfehlung von Sony sogar fast 500 Euro.
  • Das man keine großen Einstellmöglichkeiten für den Shutter hat, habe ich noch nicht gebraucht, die manuelle Fokus- und Blendeneinstellung aber sehr wohl, ohne das kommt man in bestimmten Lichtsituationen gar nicht aus.
  • Wenn Ihnen jemand das Märchen erzählt, dass es heute schon möglich wäre AVCHD Material flüssig zu bearbeiten, dann hat der oder diejenige nicht viel Ahnung. Aber noch dazu ist das gar nicht zum Bearbeiten gedacht. Man spielt alle Dateien in dem Format also auf den Computer, dazu hat Sony ein recht brauchbares Programm beigelegt. Damit hat man schon mal ein Backup von der Kamera, das Ganze ist auch noch sauber nach Aufnahmedatum sortiert und wenn man möchte, kann man Tags bzw. Bewertungen vergeben. Zum Editieren des Materials wandelt man das Material in einen vernünftigen Codec mit 4:2:2 um, AVCHD hat ja nur 4:2:0, damit habe ich eh Schwierigkeiten beim Bearbeiten. Ist der Film fertiggestellt und in seiner fertigen Form auf Platte, DVD oder BlueRay abgelegt, kann man ja diese Aufnahmen löschen, man kann sie ja jederzeit aus dem Backup wieder regenerieren und die Projektdatei behält man ja. Damit spielt auch die Größe dieser Dateien eine untergeordnete Rolle, denn eine 1,5TB Platte kostet heute weniger als ein einfaches Programm zum Editieren.
  • Ein weiterer Vorteil der riesigen Sony Platte in der Kamera ist, dass man keine teueren Memory Sticks braucht, zum Überspielen von Kamera zu Computer brauche ich nur ein miniUSB an die Kamera anstöpseln. Das Kopieren geht sehr flott.
  • Die Kamera kann man natürlich zur Wiedergabe auch verwenden, eine miniHDMI ist an Bord, aber Kabel muss man extra kaufen. Ein Problem ist aber dabei, dass das Überspielen auf die Kamera sehr lange braucht. Ausserdem muss man vorher den fertigen Film im richtigen Sony AVCHD 16MBit Codec rausspielen. Besser zur Wiedergabe sind da sicherlich Media Player in HD geeignet, dann kann man ja auch auf andere Codecs für die Ausgabe zurückgreifen.

Erster Nachtrag Sony HDR XR-550 und CX-560

Inzwischen gibt es eine neue verbesserte Version dieser Kamera, die 560er als CX mit Flash und als XR-550 mit Festplatte. Die Kamera hat mehr Weitwinkel und einen SDHC Karteneinschub. Die 560er nimmt inzwischen auch in 25p auf.

Zweiter Nachtrag Sony HDR CX-690, CX-700 und HDR CX-730

Ganz neu auf dem Markt sind nun die 690er, die 700er und die 730er. Sie arbeiten mit Flashspeicher (64-96GB bereits eingebaut. Neben den 25p wie schon beim Vorgänger haben die Kameras nun auch eine Zebrafunktion zur Kontrolle von überbelichteten Aufnahmen. Der verbesserte Weitwinkel der 550er ist erhalten geblieben. Die neuen Modell haben nun zusätzlich auch 50p Aufnahme. Ausserdem ist es möglich die Aufnahmen ohne PC auf eine externe Festplatte zu übertragen, dazu wurde ein USB Kabel integriert. Der PMB ist auch integriert in die Kamera. Übrigens, bei der 690er fehlt GPS und der interne Speicher, dadurch ist sie um einiges billiger. Leider haben alle neuen Modelle keinen schwenkbaren Sucher. Hier gibt es das neueste Modell:

Hier einige Ergebnisse, für beste Auflösung auf HD schalten und auf den ganzen Bildschirm maximieren. Die Video sind bei YouTube in der Auflösung 720p oder 1080i hochgeladen.

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